„Jerichower Landleben“ - das Magazin unserer Heimat


Neues Format, neue Inhalte und neues Design

Gemeinsam mit dem erweiterten Redaktionsteam sind wir neugierig auf die vielen Themen und Geschichten, die unsere Heimat zu dem machen was sie ist – das „Jerichower Landleben“. Was es bei unseren Recherchen zu entdecken gibt, wollen wir Ihnen gern in bewährter Regelmäßigkeit zukommen lassen.
Freuen Sie sich auf unsere 1. Ausgabe mit dem Schwerpunkt „Natur“ und vielen spannende Themen.





Das Magazin Jerichower Landleben löst mit der Ausgabe vom September 2019 die Kundenzeitschrift der Stadtwerke Burg "Wir für Sie" ab. Die Ausgaben der "Wir für Sie" seit 2015 können Sie hier aber weiterhin nachlesen >>



Unsere Titel-Themen der aktuellen Ausgabe


Kraftvoll, wild, liebenswert

Die Großtrappe gilt als stark bedroht. Im Fiener Bruch ist sie dank gemeinsamer Bemühungen von Vogelschützern und Landwirten heimisch.

Frühmorgens im Jerichower Land. Auf dem Königsroder Hof am Rand des Fiener Bruchs kräht ein Hahn, Hennen gackern, Schafe blöken. Ansonsten herrscht absolute Stille. In der Ferne weiden Rinder, während ein leichter Windzug über die ausgedehnten Wiesen streift und das Gras in große Wellen versetzt. „Weitläufigkeit ohne Bäume und hohe Hecken, flaches Grasland so weit das Auge reicht – genau so mögen es unsere Schützlinge“, sagt Naturschützerin Anna Marinkó vom Förderverein Großtrappe e. V., mit der wir heute verabredet sind, um diese großen, aber scheuen Vögel zu beobachten. Großtrappen sind mit einer Flügelspannweite von bis zu zweieinhalb Metern imposant und zählen weltweit zu den schwersten flugfähigen Vögeln überhaupt. Allerdings sind die braun-weiß gefiederten Steppenvögel in vielen europäischen Ländern inzwischen ausgestorben oder akut bedroht. Auch in Deutschland sind die Vögel selten geworden. Von ehemals 30 Gebieten, in denen Großtrappen zu finden waren, sind laut Bundesumweltministerium nur drei übrig geblieben: das Havelländische Luch, die Belziger Landschaftswiesen und das Fiener Bruch. Im hiesigen Vogelschutzgebiet gibt es nach neuesten Zählungen noch 107 Exemplare – rund ein Drittel des gesamtdeutschen Bestands.


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Superfood aus Parchen

Ernst-Adolf Kampe experimentiert in seiner Leinölmühle erfolgreich mit Leinsamen, Buchweizen & Co.

Veganes Leinölschmalz, Grünhafertee, koffeinfreier Lupinenkaffee, Buchweizenknabberkerne für zwischendurch, Brennnesselsamen für Suppen, Salate oder Müsli – das Jerichower Land sei reich an natürlichen Schätzen, man müsse nur hingucken und Ideen haben. Und den Mut, sie auszuprobieren. Ernst-Adolf Kampe hat beides. Er experimentiert mit allem, was der Boden seiner Heimat hergibt. In Parchen, seinem Heimatort, hat der studierte Landtechniker auf dem Gelände eines ehemaligen Spargelbetriebes eine Leinölmühle aufgebaut. Beim Rundgang über das weitläufige Areal, zu dem auch etliche Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche gehören, erzählt er, wie er zum Leinöl gekommen ist. Aufgrund der Getreideüberschüsse Ende der 90er Jahre habe eine EU-Kampagne dazu aufgerufen, Ölsaaten anzubauen. „Da haben dann alle Leinsamen angebaut. Allerdings haben ihn die meisten nicht geerntet, weil gar kein Bedarf dafür vorhanden war. Ich schon.“ Seit 15 Jahren beschäftigt sich Kampe also in Parchen mit Leinöl. Seit rund acht Jahren lässt er seinen Rohstoff auch noch bei zwei befreundeten Bauern vor Ort anbauen. Sie finden seine Idee gut. „Da in Deutschland rund 90 Prozent des Leinsamens importiert werden, gelten wir mit unserem regionalen Anbau aber als Exoten“, erklärt der Mühlenchef achselzuckend.


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Schöner unterwegs

Raus aus dem Stau und ab in die Natur! Wer das Auto einfach mal stehen lässt, kann die Heimat neu entdecken – zu Land und zu Wasser. Zwei Erfahrungsberichte.

Bereits seit ihrer Kindheit tritt Hildegard Uhden gern und regelmäßig in die Pedale. „Radfahren hält mich fit“, sagt die leidenschaftliche Radlerin und fügt hinzu: „Außerdem komme ich hier bei uns in der Gegend auf zwei Rädern so ziemlich überall hin.“ Geboren in Ludwigslust, führte es die heute 69-Jährige nach Abschluss ihres Ökonomiestudiums nach Burg. Heute engagiert sie sich als Vorsitzende des Heimatvereins Reesen und ist auch stellvertretende Bürgermeisterin des Ortes, in dem sie seit 1992 lebt.

Einfach mal anhalten
Gibt es etwas zu erledigen, ist die 1,50 Meter kleine, agile Frau fast immer mit ihrem Minibike unterwegs. Nach ihrem Schlüssel zur Radellust befragt, antwortet Hildegard Uhden: „Ich betreibe keinen Leistungssport, sondern genieße beim Radfahren die Natur. Wer nur ans Ziel kommen will, wird das Radeln nicht lieben.“ Im Jerichower Land gebe es wunderbare Ausflugsziele, erzählt Hildegard Uhden. Etwa von Burg aus am Kanal entlang in Richtung Hohenwarthe. Die Strecke ist gut ausgebaut und auch mit Kindern zu bewältigen. Von Burg startet die kundige Radlerin immer am Kanal entlang und hat dabei meist die Wassersportler im Blick. Gerade im Sommer ist die Strecke dank der Wassernähe und des Schattens der Bäume reizvoll. Beim Anstieg zur Schleuse Hohenwarthe gilt es dann, etwas stärker in die Pedalen zu treten – das ist aber auch schon die größte Herausforderung auf der gesamten, rund 30 Kilometer langen Tour. Am Ziel wartet unter anderem die Waldschänke für eine Stärkung. Auf dem Rückweg geht’s dann über die Trogbrücke. Von hier oben genießt Hildegard Uhden den Blick ins Jerichower Land, bevor es dann auf dem Waldweg Hohenwarthe in Richtung Lostau über Schermen und Detershagen zurück nach Burg geht, mit einem Zwischenstopp am Rastplatz Alt-Lostau.




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September/2019 | 2 MB